Beruf & Führung

Neu als Führungskraft: drei Werkzeuge für die ersten Wochen

Nach vorn fragen statt zurück, ein Projekt gedanklich scheitern lassen und das Einzelgespräch abgeben: drei Tools aus »Führung in der Tasche«, die du ab Montag ausprobieren kannst.

· 2 Min. Lesezeit · von Luminal Editora

Das Buch »Führung in der Tasche« zwischen bunten Haftnotizen

Meistens läuft es so: Du bist gut in deinem Job, jemand fragt, ob du das Team übernehmen willst, und du sagst ja. Ab dann geht es nicht mehr nur um deine Aufgaben, sondern um Menschen. Vorbereitet wird darauf kaum jemand. Das Buch Führung in der Tasche von Naya Sothis sammelt dafür 100 Werkzeuge. Drei davon eignen sich besonders für die ersten Wochen in der neuen Rolle.

1. Der Blick nach vorn

Feedback schaut zurück. Nach drei Wochen in einer neuen Rolle gibt es aber noch wenig, worauf man zurückschauen kann. Deshalb fragst du nicht »Wie war ich?«, sondern »Was könnte ich künftig tun?«.

  1. Wähle ein Verhalten, in dem du besser werden willst.
  2. Frag in den nächsten zwei Wochen fünf Menschen nach je zwei Vorschlägen für die Zukunft.
  3. Hör zu, schreib mit und sag nur »Danke«.
  4. Probier im nächsten Monat zwei der Vorschläge aus.

2. Das Pre-Mortem

Bevor ein Projekt startet, stellt sich das Team vor, es sei bereits gescheitert, und sucht die Gründe. So kommen Einwände auf den Tisch, die sonst niemand ausspricht.

  1. Sag: »Wir sind ein Jahr weiter. Es war ein Desaster. Was ist passiert?«
  2. Jede Person schreibt zwei Minuten lang allein mögliche Gründe auf.
  3. Reihum nennt jede Person einen Grund, bis alle genannt sind.
  4. Für die drei wahrscheinlichsten legt ihr Gegenmaßnahmen fest.

3. Das One-on-One

Das regelmäßige Einzelgespräch gehört der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter, nicht dir. Die andere Person bringt die Themen mit, du hörst zu und fragst nach.

  1. Vereinbare mit jeder Person einen festen Termin, alle zwei Wochen 30 Minuten.
  2. Verschieb ihn nur im Notfall.
  3. Sprich einmal im Monat nicht über Projekte, sondern über Entwicklung und Zusammenarbeit.
  4. Halte Vereinbarungen in zwei, drei Sätzen fest.

Und danach?

Im Buch stehen diese Tools in den Kapiteln über den Rollenwechsel, über Entscheidungen und über das Verstehen von Menschen. Jedes Kapitel beginnt mit einer Szene aus dem Arbeitsalltag und endet mit drei Schritten für den nächsten Tag. Alle 100 Tools im Überblick findest du auf der Themenseite zum Buch.

Bücher zum Beitrag