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Praxisbuch für Führungskräfte · von Naya Sothis

Führung in der Tasche

100 Führungs-Tools für wirksame Mitarbeiterführung im Alltag

Ab Montag bist du für Menschen verantwortlich, nicht mehr nur für Aufgaben. Dieses Buch packt 100 Werkzeuge in deine Tasche, die du sofort ausprobieren kannst: für Gespräche, Feedback, Konflikte, Meetings und dich selbst.

  • 100Tools
  • 20Kapitel
  • 4Teile
Cover von Führung in der Tasche

Kapitel 01 · »Ab Montag bist du dran«

Freitag, kurz vor vier. Lena Brandt will gerade ihren Rechner herunterfahren, als ihr Bereichsleiter in der Tür steht. »Hast du fünf Minuten?« Aus fünf werden zwanzig, und am Ende steht fest: Ab Montag leitet sie das Team.

So beginnt das erste Kapitel. Niemand wird als Führungskraft geboren, und kaum jemand wird darauf vorbereitet. Das Handwerk musst du dir meistens selbst zusammensuchen. Hinter jedem der 100 Tools steht ein Modell, eine Studie oder eine Methode aus der Praxis, von der Arbeitspsychologie bis zu Unternehmen wie Intel. Die Quellen stehen am Ende des Buchs.

So ist jedes Kapitel aufgebaut

  1. Eine Szeneaus dem Arbeitsalltag, die du wiedererkennst.
  2. Fünf Toolsmit Hintergrund und einer Anleitung Schritt für Schritt.
  3. Next Stepdrei Dinge, die du gleich morgen tun kannst.

Lies das Buch in der Reihenfolge, die dir gerade nützt. Steht ein schwieriges Gespräch an, schlag Kapitel 10 auf. Streitet dein Team, Kapitel 14.

Vier Fächer, 20 Kapitel, 100 Tools

Das Buch folgt den Beziehungen, in denen du als Führungskraft stehst: zu dir selbst, zu einzelnen Menschen, zum Team und zu allem drumherum. Tipp auf ein Kapitel, um seine fünf Tools zu sehen.

ICHDich selbst führen
01»Ab Montag bist du dran«Vom Experten zur Führungskraft
  1. Der Blick nach vorn
  2. Die fünf Chef-Irrtümer
  3. Die Stop-Liste
  4. Die fünf Gespräche nach oben
  5. Der Hör-Monat
02»Wofür stehst du eigentlich?«Werte und Haltung
  1. Die Werte-Auswahl
  2. Dein Führungssatz
  3. Der Fairness-Check
  4. Wenn-dann-Regeln
  5. Sagen und Tun
03»Akku bei zwölf Prozent«Energie und Selbstführung
  1. Das Energie-Audit
  2. Der Fokus-Block
  3. Stress umdeuten
  4. Die Feierabend-Schwelle
  5. Drei gute Dinge
04»Bauch oder Excel?«Entscheiden unter Unsicherheit
  1. Schnell und langsam denken
  2. Das Pre-Mortem
  3. Die 10/10/10-Frage
  4. Einbahnstraße oder Drehtür?
  5. Disagree and Commit
05»Wie kommst du rüber?«Wirkung und Präsenz
  1. Dein bestes Selbst
  2. Erst Wärme, dann Stärke
  3. Die Stimmungs-Ansteckung
  4. Mut zur Lücke
  5. Der Spiegel-Test
DUEinzelne Menschen führen
06»Was treibt dich eigentlich an?«Menschen verstehen
  1. Das One-on-One
  2. Die Gebrauchsanleitung
  3. Das Bleibe-Interview
  4. Job Crafting
  5. Das Stärken-Gespräch
07»Was genau soll am Ende rauskommen?«Ziele und Verantwortung
  1. OKR light
  2. Die Absicht hinter dem Auftrag
  3. Definition of Done
  4. Delegation Poker
  5. Der Fortschritts-Check
08»Darf ich dir was sagen?«Feedback
  1. Radical Candor
  2. Die Drei-Satz-Rückmeldung
  3. Lob für den Weg, nicht für das Talent
  4. Feedback einsammeln
  5. Die Nachbesprechung
09»Da geht noch was«Entwickeln und fördern
  1. Der Pygmalion-Effekt
  2. 70-20-10
  3. Die Lernaufgabe
  4. Sieben Coaching-Fragen
  5. Das Karriere-Gespräch
10»Wir müssen reden«Schwierige Gespräche
  1. Das kritische Gespräch vorbereiten
  2. Die Leiter der Schlussfolgerungen
  3. Kann nicht oder will nicht?
  4. Schlechte Nachrichten überbringen
  5. Gefühle benennen
WIRTeams führen
11»Hier darf man dumme Fragen stellen«Psychologische Sicherheit
  1. Der Sicherheits-Check
  2. Arbeit als Lernaufgabe rahmen
  3. Fragen statt ansagen
  4. Die Check-in-Runde
  5. Danke für die schlechte Nachricht
12»Wer macht hier eigentlich was?«Rollen und Zusammenarbeit
  1. Die Team-Charta
  2. Die RACI-Klärung
  3. Gegen das Mitschwimmen
  4. Teamrollen
  5. Die Zwei-Pizza-Regel
13»Das hätte auch eine Mail sein können«Meetings und Kommunikation
  1. Informieren, besprechen oder entscheiden?
  2. Stilles Lesen zum Start
  3. Das 15-Minuten-Stand-up
  4. Asynchron zuerst
  5. Das Entscheidungsprotokoll
14»Dicke Luft in Halle 3«Konflikte
  1. Fünf Konfliktstile
  2. Die Eskalationsstufen
  3. Interessen statt Positionen
  4. Die Konfliktmoderation
  5. Gegen das Gruppendenken
15»Schon wieder was Neues?«Veränderung und Teamenergie
  1. Die Warum-Geschichte
  2. Kleine Fortschritte sichtbar machen
  3. Widerstand als Information
  4. Die Peak-End-Regel
  5. Team-Rituale
DRUMHERUMChef, Organisation, Distanz
16»Mein Chef, das unbekannte Wesen«Nach oben führen
  1. Managing Up
  2. Optionen statt Probleme
  3. Das Wichtigste zuerst
  4. Nein sagen nach oben
  5. Einen Fürsprecher gewinnen
17»Die anderen sind nicht der Feind«Schnittstellen und Netzwerk
  1. Die Stakeholder-Landkarte
  2. Geben und Nehmen
  3. Silos überbrücken
  4. Die Eskalationsregel
  5. Führen ohne Weisungsbefugnis
18»Du bist auf stumm«Hybrid und remote führen
  1. Bürotage mit Zweck
  2. Gegen den Nähe-Bonus
  3. Die Allen-Kurve
  4. Laut arbeiten
  5. Kamera an, Kamera aus?
19»Neu an Bord, und tschüss«Einstellen, einarbeiten, verabschieden
  1. Das strukturierte Interview
  2. Preboarding
  3. Der 30-60-90-Plan
  4. Die faire Trennung
  5. Das Abschiedsgespräch
20»Und wer führt dich?«Als Führungskraft wachsen
  1. Dein persönlicher Beirat
  2. Die Nachbesprechung mit dir selbst
  3. Deine Führungsprinzipien
  4. Die eigene Nachfolge aufbauen
  5. Der Jahresrückblick

Drei Tools zum Ausprobieren

Tool 1

Der Blick nach vorn

Feedback blickt zurück. Nach drei Wochen in der neuen Rolle gibt es aber wenig, worauf man zurückblicken kann. Deshalb fragst du nicht »Wie war ich?«, sondern »Was könnte ich künftig tun?«.

  1. Wähle ein Verhalten, in dem du besser werden willst.
  2. Frag in zwei Wochen fünf Menschen nach je zwei Vorschlägen für die Zukunft.
  3. Hör zu, schreib mit, sag nur »Danke«.
  4. Probier zwei der Vorschläge im nächsten Monat aus.

Tool 17

Das Pre-Mortem

Das Team stellt sich vor, das Projekt sei schon gescheitert, und sucht nach den Gründen. So kommen Einwände auf den Tisch, die sonst niemand ausspricht.

  1. »Wir sind ein Jahr weiter. Es war ein Desaster. Was ist passiert?«
  2. Jeder schreibt zwei Minuten lang allein mögliche Gründe auf.
  3. Reihum nennt jede Person einen Grund.
  4. Für die drei wahrscheinlichsten legt ihr Gegenmaßnahmen fest.

Tool 26

Das One-on-One

Das regelmäßige Einzelgespräch gehört dem Mitarbeiter, nicht der Führungskraft. Er bringt die Themen mit, du hörst zu und fragst nach.

  1. Fester Termin mit jeder Person, alle zwei Wochen 30 Minuten.
  2. Nur im Notfall verschieben.
  3. Einmal im Monat nicht über Projekte sprechen, sondern über Entwicklung und Zusammenarbeit.
  4. Vereinbarungen in zwei, drei Sätzen festhalten.

In drei Ausgaben erhältlich

Erschienen am 2. November 2026 bei epubli. Von Naya Sothis.

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